
Kronen Zeitung
VIENNA LÄSST SICH ZEIT
Präsident Svoboda: „So wie es läuft, ist es OK“
Die Kader-Aufräumarbeiten sind auf der Hohen Warte voll im Gange, Zweitligist Vienna muss Personal los werden. Der Abgang von Sportchef Andi Ivanschitz ist schon eine Zeit her, Nachfolger gibt‘s noch keinen. Warum nicht, wie lange das dauern könnte und mehr – das verriet Präsident Kurt Svoboda der „Krone“.
Die blau-gelbe Bundesliga-Mission ist vorerst fehlgeschlagen. Der Tabellenneunte der „Liga zwa“ sucht nach einem neuen Sportchef, dünnt den Kader aus und blickt durch die verschneite Winterpausenbrille bereits Richtung neuem Anlauf. Vienna-Präsident Kurt Svoboda sprach mit der „Krone“ über ...
... den „Frühjahrsputz“:
„Wir haben einen zu großen Kader. Und das tut mir leid für den einen oder anderen Spieler, den das betrifft (Verträge von Djuricin, Susso und Stogiannidis aufgelöst, Anm.). Aber ich muss auf die Wirtschaftlichkeit schauen und die Gesamtstruktur des Klubs im Blick behalten. Einige Sommertransfers sind nicht so aufgegangen, wie erwartet. Gerade offensiv war das teilweise wirklich unter jeder Kritik.“
... die finanziellen Auswirkungen:
„Bei der Entscheidung diesen Weg zu gehen, wusste ich, das kann eng werden. Unsere Mitarbeiter haben das aber fair gemanagt, auch das Wirtschaftliche solide abgewickelt. Der Vienna ist kein Schaden entstanden, ich hoffe, dass auch die Betroffenen das so sehen, dass sie mit einem fairen Paket ausgeschieden sind. Wenn der Saldo da null ist, dann haben alle gewonnen. Das sehe ich derzeit so und daher bin ich mit den Verhandlungen super zufrieden.“
... den „neuen“ Sturm:
„Mit Meguru Odagaki haben wir von Ostligist Traiskirchen (11 Tore in 16 Spielen, Anm.) einen frischen, frechen Flügelspieler geholt. Berni Zimmermann hat viel Potenzial, ist dort, wo er hingehört. Christoph Monschein wird nach über einem Jahr zurückkommen – und mit unserer restlichen Qualität, werden wir offensiv wieder besser werden.“
... den fehlenden Sportchef:
„Trainer Hans Kleer ist im Moment unsere Dreh- und Angelscheibe, sozusagen der Leader. Das Präsidium, vor allem Roland Schmid, arbeitet stark mit ihm zusammen.
... mögliche Kandidaten:
„Ich will Schnellschüsse vermeiden. So einen Personalwechsel kannst du aus 100 Blickwinkel betrachten, da ist immer ein Risiko dabei. Das Gute ist, es ist in Österreich und international wirklich große Nachfrage. Das heißt aber auch, dass wir viele Gespräche führen, da wollen wir uns selbst keinen Druck machen. So wie es aktuell läuft, ist es okay. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist und wir ausgelotet haben, dann werden wir rechtzeitig vor der Sommersaison einen Sportchef präsentieren.“
... die Zukunft:
„Das Ziel aufzusteigen, bleibt das gleiche. Mathematisch geht sich das heuer zwar noch aus, das sind aber keine realistischen Betrachtungen. Der Schnitt gehört gemacht und wieder locker Fußball gespielt. Dann muss in der Rückrunde mit Offensivgeist, Engagement und Geradlinigkeit die Basis gelegt werden. Danach kann man mit klarem Kader und klarer Struktur wieder von vorne beginnen.“
... die Rolle von Hans Kleer:
„Er hat damit jetzt einmal alle Hände voll zu tun. Fürs Frühjahr hat der Hans unser volles Vertrauen und den Auftrag, diesen Weg konsequent umzusetzen.“
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